Brief an die Angehörigen unserer Verstorbenen

Brief an die Angehoerigen der Verstorbenen

Brief an die Angehoerigen der Verstorbenen

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・Evangelisches Stift Freiburg

Brief an die Angehörigen

Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber.8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.9 Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei.
Liebe Angehörige,
leider ist es uns nicht möglich am Ewigkeitssonntag mit Ihnen zusammen Ihrer Verstorbenen zu gedenken. Wir werden es aber an diesem Sonntag auf jedem Wohnbereich in einem Terassengottesdienst tun. So haben wir uns entschlossen, Sie auf diesem Wege miteinzubeziehen, da es für viele von Ihnen sicher ein besonderer Gedenktag sein wird. „So wollen wir an diesem Tag nicht nur trauern, dass wir einen lieben Menschen verloren haben, sondern dankbar sein, dass wir sie gehabt haben, ja jetzt noch besitzen, denn wer heimkehrt zum Herrn, bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie und ist uns nur vorausgegangen.“ (Hieronymus) Es gibt Gedanken, Erfahrungen, die für diesen Glauben sprechen: All die Menschen, die wir im vergangenen Jahr hergeben mussten, sie sind nicht vergessen. Mehr noch: all unsere Lieben, die uns vorausgegangen sind, sind noch in unserer Erinnerung lebendig - und mag auch viel Zeit vergehen, sie sind und bleiben ein Teil unseres Lebens. Es sind ihre Züge, ihre Art und ihr Wesen, alles was sie einmal für uns bedeuteten und taten. Denken und erinnern wir uns auch noch nach Jahren an sie, weil sie eben nicht ins Nichts gefallen, sondern jetzt in Gottes Hand geborgen sind! Gott hat uns in Jesus Christus ja doch Leben, das ewige Leben verheißen! Wir dürfen darauf hoffen, wider den Tod. Für unsere Verstorbenen aber auch für uns selbst!
Gebet

Ewiger Gott, unser Herz ist noch voll Trauer, wir mussten Abschied nehmen. Wir danken Dir für das Leben unseres / unserer Verstorbenen und für alles was darin lag an Fürsorge, Freundlichkeit, Güte und Liebe. Bringe ans Ziel, was Du in ihm / ihr begonnen hast. Wir vertrauen auf dein Wort, das uns zusagt, dass du über unser Leben wachst und uns auch im Tode nicht allein läßt.

Im Lied 529 heißt es

1.Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand; der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier reis ich bis zum Grabe; dort in der ewgen Ruh ist Gottes Gnadengabe, die schließt all Arbeit zu.

11. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvollgleich wie die helle Sonne mit andern leuchten soll.

12. Da will ich immer wohnen– und nicht nur als ein Gast -bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn.

Text: Paul Gerhardt 1666/67

Vater unser im Himmel

geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser Tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen

So befehlen wir unsere Verstorben in Gottes Hand und bitten, er möge Ihnen gnädig sein um Jesu Christi willen.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten und trostreichen Ewigkeitssonntag

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg


 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler