Am 9. Juli 2017 feierte das Evangelische Stift Freiburg den Familienfestgottesdienst in Freiburg. In diesem Jahr stand der Gottesdienst ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums.

Am 9. Juli 2017 feierte das Evangelische Stift Freiburg den Familienfestgottesdienst in Freiburg. In diesem Jahr stand der Gottesdienst ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums.

Zur Feier der Reformation

Familienfestgottesdienst

		
		
Stiftspfarrerin Ulrike Oehler erinnerte in ihrem spannenden Gottesdienst an das Leben und Schaffen Martin Luthers.
Martin Luther war auch als Komponist tätig. Herr Kromer (m.) und seine Tochter (l.) spielten einige von Luthers Kompositionen, begleitet von Ulrich Schweier an der Gitarre (r.).
Silke Risch, Hauswirtschaftskraft aus dem Haus Schloßberg, lebte Martin Luthers Hadern mit einem gerechten Gott eindrucksvoll aus. Ihre Kolleginnen aus der Alltagsbegleitung umzingelten sie als Verkörperungen von Luthers Zweifel und Gewissensbissen.
Nach einem Rollentausch verteidigte sich Isabel Schweier, Einrichtungsleitung des Haus Schloßberg, als Martin Luther in einem fiktiven Prozess.
Während Johannes Eck, verkörpert von Albert Schilling (Pressereferent), Martin Luther anzuklagen versuchte, sprang dem Reformator dessen Freund und Beichtvater Johann von Staupitz, gespielt von Ilona Vincenz (Zentrales Pflegemanagement), zur Seite.
Auch Friedrich der Weise (Silke Risch in einer neuen Rolle) stand für Luther ein.
Claudia Collet, Leiterin des Seniorenheims Emmaus, fasste als Katharina Luther den Lebensabend ihres geliebten Mannes zusammen.
Der kirchliche Gospelchor begeisterte die Besucher mit seinem rhythmischen Gesang.
Stiftsvorstand Hartmut von Schöning und Pfarrerin Oehler bedankten sich bei den Musikern und Sängern, dem Mitarbeitertheater, dem Vorstandssekretariat und bei allen Mitwirkenden für diesen gelungenen Familienfestgottesdienst.
Der Familienfestgottesdienst am 9. Juli 2017 in Freiburg stand ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums. Vor 500 Jahren forderte Martin Luther mit seinen 95 Thesen die Reformierung der Kirche. Sein Einsatz für die Gewissensfreiheit bereitete den Weg für die Aufklärung und damit für unser modernes freiheitliches Denken. Trotz unmittelbarer Todesgefahr beharrte er auf seiner Überzeugung und wollte sich nur von Bibelstellen oder Vernunftargumenten beeinflussen lassen.
Der Bibel ist nichts Menschliches fremd.

Martin Luther

Martin Luthers Antrieb war die Suche nach einem gnädigen Gott, wie Stiftspfarrerin Ulrike Oehler im Gottesdienst zusammenfasste, und diesen gnädigen Gott wollte er auch seinen Mitmenschen vermitteln. Luthers Einsatz für eine gerechte Kirche war nicht der Versuch die Kirche zu spalten, sondern innerhalb der Kirche einen offenen Diskurs anzustoßen.
Unser erst kürzlich gegründetes Mitarbeitertheater inszenierte Schlüsselszenen aus dem Leben Martin Luthers sowie einen fiktiven Prozess, um das Schaffen des Reformators aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Daneben wurden Musikstücke und Lieder gespielt, die Luther komponiert hatte, und auch der kirchliche Gospelchor trat mit seinen mitreißenden Gesängen auf.
Es war ein froher Gottesdienst, der den Bewohnern, Besuchern und Beteiligten große Freude bereitet hatte. Wir bedanken uns bei Pfarrerin Ulrike Oehler und allen Mitwirkenden.