Geistlicher Impuls 05.06.2022

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・05.06.2022

Geistlicher Impuls

Eine andere Form des geistlichen Impuls

da es zur Zeit keine Gottesdienste geben darf, möchte ich Ihnen gerne auf diesem Weg einen geistlichen Impuls senden, Sie alle herzlich grüßen und Ihnen vor allem Gottes Schutz und Segen wünschen.
 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler


 

Pfingsten

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.

2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

3 Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen,

4 und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.

7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?

8 Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache?

9 Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien,

10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom,

11 Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie inunsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden.

12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?

13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein.

14 Die Pfingstpredigt des Petrus

Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen:

Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, und laßt meine Worte zu euren Ohren eingehen!

15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde am Tage;

16 sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist. (Joel 3,1-5):

17 Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben;

18 und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.

Das ist wohl einer der längsten Predigttexte gewesen, die es gibt. Und es ist eben die Pfingstgeschichte, die uns erzählt wird. Aber was ist jetzt, wenn wir diese Geschichte gehört haben? Worüber denken wir dann weiter nach? Worin finden wir Zuspruch und Stärkung. Was sagt uns die Pfingstgeschichte, was uns in unserem Glauben ermutigen, in unserer Hoffnung festigen und in unserer Liebe stärken kann? Pfingsten ist das Kirchenfest, das viele nicht so richtig nachvollziehen können. Pfingsten, das wir ja auch den Geburtstag unserer Kirche nennen gibt uns eigentlich viele Anstöße. Viele Menschen, nicht nur die Jünger sind hier versammelt. Viele waren nach Karfreitag und Ostern zusammengeblieben, waren Zeugen der Auferstehung und das hatte sie verändert. Auch das ist heute nicht anders: Gottes Geist weht wo er will. Er tritt bei uns ein - selbst ungebeten! - und kann uns verändern

Die Gelassenheit des Petrus ist vorbildlich. Hier geschieht etwas Unfassbares, sehr Großes, Heiliges.

Er bleibt ganz ruhig und erklärt, von was die Spötter eigentlich Zeugen werden: "Hier ist der Heilige Geist Gottes am Werk. Hier geschieht, was uns der Prophet vorausgesagt hat."

Vaterunser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden, unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen, denn Dein ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen

 

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg