Geistlicher Impuls 07.08.2022

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・07.08.2022

Geistlicher Impuls

Eine andere Form des geistlichen Impuls

da es zur Zeit keine Gottesdienste geben darf, möchte ich Ihnen gerne auf diesem Weg einen geistlichen Impuls senden, Sie alle herzlich grüßen und Ihnen vor allem Gottes Schutz und Segen wünschen.
 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler


 

Psalm 95

Lasst uns mit Psalmen Gott jauchzen

Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken

und jauchzen dem Hort unsres Heils!

2 Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen

und mit Psalmen ihm jauchzen!

3 Denn der HERR ist ein großer Gott

und ein großer König über alle Götter.

4 Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde,

und die Höhen der Berge sind auch sein.

5 Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht,

und seine Hände haben das Trockene bereitet.

6 Kommt, lasst uns anbeten und knien

und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat.

7 Denn er ist unser Gott

und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.

Wenn ihr doch heute auf seine Stimme hören wolltet:

8 "Verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der Wüste,

9 wo mich eure Väter versuchten und prüften

und hatten doch mein Werk gesehen.

10 Vierzig Jahre war dies Volk mir zuwider, dass ich sprach: /

Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will

und die meine Wege nicht lernen wollen,

11 sodass ich schwor in meinem Zorn:

Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen."

Die Psalmen haben in all den Jahrhunderten nicht an Aktualität verloren, sondern haben den Menschen Kraft und Zuversicht gegeben. Manche haben deshalb versucht, sie in ihre Zeit zu holen und verständlich zu machen. So zum Beispiel der Priester und Ordensmann Diethard Zils aus dem Dominikanerkonvent St. Bonifaz in Mainz, der 1972/ 1974 sich mit Psalm 95 auseinandergesetzt hat und im Lied 616 diesen Psalm in das 20. Jahrhundert geholt hat. Dieses Lied sowie Lied 311 über Abraham und 429 die Neuschöpfung sind ein sichtbares Zeichen der Ökumene, da sie sowohl in evangelischen Gesangbuch, wie auch natürlich im Gotteslob zu finden sind. Als Melodie für Lied 616 wählte er als Melodie ein sehr rhythmisches Volkslied aus Israel aus.

 

G 616 Kommt herbei

1. Kommt herbei, singt dem Herrn,

ruft ihm zu, der uns befreit.

Kommt herbei, singt dem Herrn,

ruft ihm zu, der uns befreit.

Singend lasst uns vor ihn treten,

mehr als Worte sagt ein Lied.

Singend lasst uns vor ihn treten,

mehr als Worte sagt ein Lied!

2. Er ist Gott, Gott für uns,

er allein ist letzter Halt.

Er ist Gott, Gott für uns,

er allein ist letzter Halt.

Überall ist er und nirgends,

Höhen, Tiefen, sie sind sein.

Überall ist er und nirgends,

Höhen, Tiefen, sie sind sein.

3. Ja, er heißt: Gott für uns;

wir die Menschen, die er liebt.

Ja, er heißt: Gott für uns;

wir die Menschen, die er liebt.

Darum können wir ihm folgen,

können wir sein Wort verstehn.

Darum können wir ihm folgen,

können wir sein Wort verstehn.

 

4. Wir sind taub, wir sind stumm,

wollen eigne Wege gehn.

Wir sind taub, wir sind stumm,

wollen eigne Wege gehn.

Wir erfinden neue Götter

und vertrauen ihnen blind.

Wir erfinden neue Götter

und vertrauen ihnen blind.

5. Dieser Weg führt ins Nichts,

und wir finden nicht das Glück.

Dieser Weg führt ins Nichts,

und wir finden nicht das Glück,

graben unsre eignen Gräber,

geben selber uns den Tod.

Graben unsre eignen Gräber,

geben selber uns den Tod.

6. Menschen, kommt, singt dem Herrn,

ruft ihm zu, der uns befreit.

Menschen, kommt, singt dem Herrn,

ruft ihm zu, der uns befreit.

Singend lasst uns vor ihn treten,

mehr als Worte sagt ein Lied.

Singend lasst uns vor ihn treten,

mehr als Worte sagt ein Lied.

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden, unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen, denn Dein ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen

 

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg