Geistlicher Impuls 14.08.2022

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・14.08.2022

Geistlicher Impuls

Eine andere Form des geistlichen Impuls

da es zur Zeit keine Gottesdienste geben darf, möchte ich Ihnen gerne auf diesem Weg einen geistlichen Impuls senden, Sie alle herzlich grüßen und Ihnen vor allem Gottes Schutz und Segen wünschen.
 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler


 

Psalm 103

Vergiß nicht, was Gott dir Gutes getan hat

Lobe den Herrn, meine Seele,

und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

Lobe den Herrn, meine Seele,

und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:der dir alle deine Sünde vergibt

und heilet alle deine Gebrechen,

der dein Leben vom Verderben erlöst,

der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

der deinen Mund fröhlich macht,

und du wieder jung wirst wie ein Adler.

Der Herr schafft Gerechtigkeit und Recht

allen, die Unrecht leiden.

Er hat seine Wege Mose wissen lassen,

die Kinder Israel sein Tun.

Barmherzig und gnädig ist der Herr,

geduldig und von großer Güte.

Er wird nicht für immer hadern

noch ewig zornig bleiben.

Er handelt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,

lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten

So fern der Morgen ist vom Abend,

lässt er unsre Übertretungen von uns sein.

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt,

so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.

Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind;

er gedenkt daran, dass wir Staub sind.

Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras,

er blüht wie eine Blume auf dem Felde;

wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da,

und ihre Stätte kennet sie nicht mehr.

Die Gnade aber des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit

über denen, die ihn fürchten,

und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind

bei denen, die seinen Bund halten

und gedenken an seine Gebote, dass sie danach tun.

Diesen Psalm hat Johann Gramann sehr beeindruckt und berührt. Er hat ihn 1530 bearbeitet und in seinem Lied „Nun Lob mein Seel den Herren“ verarbeitetet. Heiko Tangermann hat dieses Lied zum ersten Mal in Norwegen auf einer Freizeit gehört. Tangermann war so berührt, dass er dieses Erweckungslied ins Deutsche übersetzte. Dieses Lied legt seinen Fokus nicht in erster Linie auf das Loben, das Danken hat hier Priorität. Es wird begründet in den 4 Strophen und der Kehrvers unterstreicht das Ganze. Das Danken im Leben eines Menschen soll im Mittelpunkt stehen. Dieser Psalm in einem größeren Kontext gesehen, indem er den Blick auf Gottes Sohn Jesus Christus lenkt.

Gott hat uns Jesus Christus zur Seite gestellt und uns in ihm gezeigt, wie wir unserer Leben sinnhaft leben können.

Heiko Tangermann wurde 1910 geboren und starb 1988. Er war zunächst Landwirt und hat dann Theologie studiert, war Pfarrer in Wilhelmsdorf in Württemberg und sicher vom Pietismus beeinflusst.

 

618 Vergiss nicht zu danken

 

1. Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn,

er hat dir viel Gutes getan.

Bedenke, in Jesus vergibt er dir gern,

du kannst ihm, so wie du bist, nahn.

 

Kehrvers:

Barmherzig, geduldig und gnädig ist er,

viel mehr als ein Vater es kann.

Er warf unsre Sünden ins äußerste Meer.

Kommt betet den Ewigen an.

 

2. Du kannst ihm vertrauen in dunkelster Nacht,

wenn alles verloren erscheint.

Er liebt dich, auch wenn du ihm Kummer gemacht,

ist näher, als je du gemeint.

Kehrvers:…

 

3. Im Danken kommt Neues ins Leben hinein,

ein Wünschen, das nie du gekannt,

dass jeder wie du Gottes Kind möchte sein,

vom Vater zum Erben ernannt.

Kehrvers:…

 

4. In Jesus gehörst du zur ewigen Welt,

zum Glaubensgehorsam befreit.

Er hat dich in seine Gemeinde gestellt

und macht dich zum Dienen bereit.

Kehrvers

Barmherzig, geduldig und gnädig ist er,

viel mehr als ein Vater es kann.

Er warf unsre Sünden ins äußerste Meer.

Kommt betet den Ewigen an.

 

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden, unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen, denn Dein ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen

 

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg