Geistlicher Impuls, 2. Sonntag nach Trinitatis

Frieden

Frieden

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・Evangelisches Stift Freiburg

Geistlicher Impuls, 2. Sonntag nach Trinitatis

Eine andere Form des geistlichen Impuls

da es zur Zeit keine Gottesdienste geben darf, möchte ich Ihnen gerne auf diesem Weg einen geistlichen Impuls senden, Sie alle herzlich grüßen und Ihnen vor allem Gottes Schutz und Segen wünschen.
 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler


 
Epheser 2, 17 - 22
(17) Und Jesus kam und hat Frieden verkündigt euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.
(18) Denn durch ihn haben wir beide durch einen Geist den Zugang zum Vater.
(19) So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
(20) Ihr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist.
(21) In ihm zusammengefügt, wächst der ganze Bau zu einem heiligen Tempel im Herrn,
(22) und in ihm werdet auch ihr mitaufgebaut zu einer Behausung Gottes im Geist.


An uns ergeht der Auruf zum Frieden , sowohl in der Ferne als auch in der Nähe. Dieser Aufruf gilt allen, denn Christus hat seinen Frieden zu allen Menschen gebracht Bereits in Bethlehem hatten die Engel auf dem Feld gesungen: "Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!" Inzwischen sind ganz unterschiedliche Menschen aus allen Erdteilen zu Christus gekommen, um Gottes Frieden zu erfahren und zu stiften. Es ist von großer Relevanz in unserer hektischen, unruhigen und friedlosen Zeit auf dem ganzen Erdball. Frieden können wir finden und erfahren in Christus, der spricht: "Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. (Joh.14,27)
Wir alle können uns diesen Frieden schenken lassen und weitergeben Jeder an seinen Platz, jeden in seinem Umfeld, so wie jeder in einem Symphonieorchester seinen Platz, sein Instrument spielt im Einklang mit den andern und nur zusammen gibt es ein sinnvolles Ganzes. Ich habe über ein Symphonieorchester und wie es aufgebaut ist folgendes gelesen:
“Symphonie bedeute ja "Zusammenklang". Viele Instrumente: Streicher, Holzbläser, Blechbläser, hohe Instrumente, tiefe Instrumente, die Pauken, sie alle bilden einen Klangkörper. Wichtigste Person eines Symphonieorchesters ist der Musiker, den man gar nicht hört. Er singt nicht, er spielt kein Instrument, er ist geräuschlos! Es ist der Dirigent.“ Im Symphonieorchester der Christen ist nun Jesus Christus der Dirigent, die wichtigste Person. Er schafft Frieden und Harmonie. Und jeder Musiker sitzt an seinem Platz. Es ist wichtig, dass er genau und sauber spielt, denn jeder Missklang macht den ganzen Klang des Orchesters kaputt. Das gleiche gilt für uns Christen: Im Symphonieorchester sind wir eingeladen an unserem bestimmten Plätzen für eine gute und harmonische Musik mitzuwirken.
So können wir Christen uns jeder auf seine Weise für den Frieden einsetzen. Zusammen ergibt das eine starke Sogkraft des Friedens, der anderen Menschen mitreißen kann. In der Gemeinschaft können wir dann, im Geist Jesu Christi zusammen in Frieden ohne Furcht zu leben.
Und Jesus kam und hat Frieden verkündigt euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.

170
3.Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden,
wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden.
Hilf, dass wir ihn tun, wo wir ihn erspähen -
die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn.
In diesem Glauben und Vertrauen beten wir

Vater unser im Himmel geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser Tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg