Geistlicher Impuls, 8. Sonntag nach Trinitatis

Licht in der Dunkelheit

Licht in der Dunkelheit

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・Evangelisches Stift Freiburg

Geistlicher Impuls, 8. Sonntag nach Trinitatis

Eine andere Form des geistlichen Impuls

da es zur Zeit keine Gottesdienste geben darf, möchte ich Ihnen gerne auf diesem Weg einen geistlichen Impuls senden, Sie alle herzlich grüßen und Ihnen vor allem Gottes Schutz und Segen wünschen.
 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler


 
Das Leben im Licht

8 Lebt als Kinder des Lichts;
9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
10 Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist,
11 und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf.
12 Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich.
13 Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht aufgedeckt wird;
14 denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.
(Eph. 5, 8b – 14 )

Der Apostel Paulus hat in seinen Briefen immer das Wohl der neu gründeten Gemeinden im Auge. Sehr eindringlich weist er sie auf Gefahren, aber auch auf ihre Verantwortung als Christen hin. Vor allem führt er ihnen deutlich die Verheißung Gottes vor Augen. Hauptthema des Epheserbriefes ist die Ekklesiologie (die Lehre von der Kirche). Die Gemeinde ist der „Leib Christi“, deren Haupt Jesus Christus ist (Eph.1, 22f). Mit dieser Metapher betont der Epheserbrief die innere Einheit all derer, die der Gemeinde angehören. Für die Gemeindemitglieder geht es darum, sich in ihrem Glauben zu bewähren und Vorbild zu sein.
Er fordert sie auf, sich als Kinder des Lichts zu verhalten und zu leben. Licht deckt vieles auf, vielleicht auch das, was man lieber verborgen halten möchte. Licht deckt nicht nur auf, sondern es weist den Weg aus der Dunkelheit. In einem Vers heißt es: Lieber ein Licht in der Dunkelheit anzünden, als sich ständig über die Dunkelheit zu beklagen. Licht ist im Leben von großer Relevanz. Ohne Licht verkümmern Leben, Natur und Kreatur. Licht hat heilende Wirkung und wird in der Psychotherapie und Medizin eingesetzt. Jesus nimmt in den „Ich bin Worten“ das Licht auf und bezieht es auf sich als Sohn Gottes: „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben.“
In diesem Licht zu leben, hat Auswirkungen.
Die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Um im Lichte Gottes leben zu können sagt Paulus, soll man immer wieder überprüfen, ob unser Leben vor Gott standhalten kann. Leitlinie und Richtschnur dafür ist das Wort Gottes .

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: Nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“

Paulus stellt ganz klar, dass jeder Mensch auch mit der Finsternis konfrontiert wird. Dessen muss sich jeder bewußt sein. Aber er versichert uns, dass Christus als Licht der Welt dieser Finsternis entgegentritt und am Ende das Licht die Finsternis vertreibt.
So dürfen wir wie der Beter des Psalms darauf vertrauen und bekennen:

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Darum leben wir als Kinder Gottes, Kinder des Lichts, in seinem Licht, um nicht von der Finsternis, dem Bösen, überwältigt zu werden.
Ein Licht geht uns auf

1. Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit durchbricht die Nacht und erhellt die Dunkelheit
Licht der Liebe, Lebenslicht. Gottes Geist verlässt uns nicht. Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht
2. Ein Licht weist den Weg, der zur Hoffnung führt, erfüllt den Tag, dass es jeder spürt.
Licht der Liebe, Lebenslicht. Gottes Geist verlässt uns nicht. Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.
3. Ein Licht macht uns froh, wir sind nicht allein. An jedem Ort wird er bei uns sein.
Licht der Liebe, Lebenslicht. Gottes Geist verlässt uns nicht. Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht
In diesem Glauben und Vertrauen beten wir

Vater unser im Himmel geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser Tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg