Geistlicher Impuls für Ostern 2020

Am 21. September 2017 besichtigte das Seniorenzentrum "Im Paradies" aus Konstanz die "Blumeninsel" Mainau im Bodensee. Auf der Insel nahmen die Schülerinnen und Schüler des Ellenrieder-Gymnasiums aus Konstanz die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims in Empfang. In Gruppen ging es dann auf Erkundungstour über die wunderschöne Insel, die in voller Dahlienblüte stand. Die Schüler hatten Kaffee und Kuchen vorbereitet und es wurde eine gemeinsame Vesperpause eingelegt. Es war ein wunderbarer Tag für einen Besuch der Insel. Alles blühte in voller Pracht, es war angenehm warm und der blaue Himmel gab einen atemberaubenden Blick über den Bodensee auf die Alpen frei.

Am 21. September 2017 besichtigte das Seniorenzentrum "Im Paradies" aus Konstanz die "Blumeninsel" Mainau im Bodensee. Auf der Insel nahmen die Schülerinnen und Schüler des Ellenrieder-Gymnasiums aus Konstanz die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims in Empfang. In Gruppen ging es dann auf Erkundungstour über die wunderschöne Insel, die in voller Dahlienblüte stand. Die Schüler hatten Kaffee und Kuchen vorbereitet und es wurde eine gemeinsame Vesperpause eingelegt. Es war ein wunderbarer Tag für einen Besuch der Insel. Alles blühte in voller Pracht, es war angenehm warm und der blaue Himmel gab einen atemberaubenden Blick über den Bodensee auf die Alpen frei.

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・Evangelisches Stift Freiburg

Geistlicher Impuls für Ostern

Eine andere Form des geistlichen Impuls

Da es zur Zeit keine Gottesdienste geben darf, möchte ich Ihnen gerne auf diesem Weg einen geistlichen Impuls für den Palmsonntag 2020 senden, Sie alle herzlich grüßen und Ihnen vor allem Gottes Schutz und Segen wünschen.
 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler


 
Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern: Er ist auferstanden von den Toten. Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.
Matthäus, 28, 5-6

Fürchtet euch nicht!

Engel begleiten uns durch die ganz heilige Schrift. Wenn sie Menschen begegnen, grüßen sie mit den Worten: Fürchtet euch nicht.

So auch hier. Die Frauen hatten sich voll Trauer im Herzen auf den Weg gemacht, um nach dem Grab zu sehen. Alles hätten sie erwartet, nur das nicht. Ein Engel sitzt vor dem Grab. Wir können den Schrecken der Frauen gut nachempfinden. Doch der Engel nimmt Ihnen gleich die Furcht und nimmt ihr Anliegen auf. Er zeigt ihnen das leere Grab und bringt ihnen nahe, dass Jesu Worte wahr geworden sind. Jesus ist auferstanden! Wie er es ihnen gesagt hatte. Diese frohe Botschaft soll nun gleich von ihnen weitergetragen werden, damit auch die Jünger ihre tiefe Betroffenheit und Trauer überwinden können. Mit Furcht und Freude machen sich die Frauen schnell auf den Weg. Man spürt in welcher Gemütsverfassung sie sind. Kaum haben sie den tiefen Schrecken überwunden, hat die Freude über das wunderbare Geschehen der Auferstehung bereits ihr Herz erreicht.

So erfüllt bringen sie die frohe Botschaft den Jüngern. Heute bringen die Frauen die frohe Botschaft uns allen, sie bringen uns mit Freude die Nachricht über das Wunder der Auferstehung. Die Freude, dass Gott uns im Tod und in der Auferstehung seines Sohnes ganz nahe gekommen ist und uns damit den größten Liebesbeweis geschenkt hat.

Johannes sagt: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Ostern soll uns ermutigen, in dieser schweren Zeit, in der wir oft voller Furcht und Schrecken sind, den Blick nach oben wenden. Wir können Gott bitten, dass er uns Engel zur Seite stellt, dass sich unsere Herzen öffnen für die Osterfreude und wir mit dem Osterruf der Urgemeinde bekennen:

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.

Gebet:

Gütiger, barmherziger Gott

Es ist wohltuend zu hören, dass das Leben siegt, weil das Kreuz Siegeszeichen des Lebens ist. Deine Osterbotschaft, dass du uns nicht im Dunkeln lässt, gibt uns gerade wieder neu Kraft und Zuversicht in dieser schweren Zeit.

So bitten wir für Menschen, die bedrückt sind, nimm Erschrockene und Menschen voller Ängste an deine Hand

Wir bitten besonders um deine Kraft und deinen Schutz, für die, die sich in allen Lebensbereichen einsetzen, bis an den Rand ihrer Kräfte, um diese Pandemie einzudämmen.

Stell uns deine Engel zur Seite, die wir brauchen. Lass uns die Botschaft von Ostern verinnerlichen und daraus neue Zuversicht und Hoffnung schöpfen. In diesem Glauben und vertrauen dürfen wir beten:

Vater unser im Himmel

geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser Tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Segen

So segne und behüte euch der allmächtige und barmherzige Gott.

Ostern in Zeit der Pandemie

In der Passions- und Osterzeit haben wir in diesem Jahr eine Ausnahmesituation, wie sie noch nie bestand: Für viele Christinnen und Christen wird es das erste Ostern sein, an dem sie nicht in die Kirche gehen können. Kein Karfreitagsgottesdienst zur Todesstunde Jesu, keine Osternacht zur Auferstehung Christi, keine geteilten Osterlämmchen beim gemeinsamen Frühstück. Wird sich unser Leben für immer verändern? Wird jemand, den ich liebe, leiden oder gar sterben?

Corona hat unser Land verändert. Noch vor wenigen Jahren galten Banken als systemrelevant und wurden folgerichtig durch gigantische Rettungspakete vor dem Absturz ins Bodenlose bewahrt. So ändern sich die Zeiten, wirklich systemrelevant sind die Pflegekräfte in Pflegeheimen oder Krankenhäusern, die Kassiererin im Supermarkt, der Bäcker…

Solidarität ist zu einer harten Währung geworden. Wir lernen, worauf es wirklich ankommt. Dass wir aufeinander aufpassen, in der Familie, in der Nachbarschaft oder am Arbeitsplatz. Die Coronakrise ist eine Herausforderung für menschliches Zusammenleben, für Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft. Wir können die Krise nur sinnvoll durchleben, wenn es uns gelingt, einen Blick für den Nächsten zu haben, der Hilfe benötigt. Es ist großartig zu erleben, dass in Menschen das Beste wachgerüttelt wird, was in ihnen steckt.

Feiern wir Ostern: Der Stein ist vom Grab gewälzt. Das Leben bahnt sich seinen Weg – bis zu uns. Gott lädt uns an Ostern ein, das Leben mehr zu feiern als das Unheil zu betrauern. Wir dürfen Jubeln, wir dürfen Lachen – die Osterfreude macht unser Herz gewiss, dass Gott in allem Unheil an meiner Seite steht.

Bleiben Sie alle gesund und behütet!
 

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg