Geistlicher Impuls zum Jahresende

Führe uns an deiner Hand

Führe uns an deiner Hand

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・Evangelisches Stift Freiburg

Geistlicher Impuls zum Jahresende

Eine andere Form des geistlichen Impuls

da es zur Zeit keine Gottesdienste geben darf, möchte ich Ihnen gerne auf diesem Weg einen geistlichen Impuls zum Jahresende senden, Sie alle herzlich grüßen und Ihnen vor allem Gottes Schutz und Segen wünschen.
 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler


 
1. Der du die Zeit in Händen hast, Herr, nimm auch dieses Jahres Last und wandle sie in Segen. Nun von dir selbst in Jesus Christ die Mitte fest gewiesen ist, fuhr uns dem Ziel entgegen.
2. Da alles, was der Mensch beginnt, vor seinen Augen noch zerrinnt, sei du selbst der Vollender. Die Jahre, die du uns geschenkt, wenn deine Güte uns nicht lenkt, veralten wie Gewänder
3. Wer ist hier, der vor dir besteht? Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht: Nur du allein wirst bleiben. Nur Gottes Jahr währt für und für, drum kehre jeden Tag zu dir, weil wir im Winde treiben.
6.Der du allein der Ewge heißt und Anfang, Ziel und Mitte weißt im Fluge unsrer Zeiten:
Bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand, damit wir sicher schreiten.
(Text: Jochen Klepper 1938)

Wie war das alte Jahr? Was hat uns durch dieses besondere Jahr getragen? Und die besorgte Frage treibt uns um: Was wird das neue Jahr bringen?

Jochen Klepper hat dies in seinem Lied prägnant zum Ausdruck gebracht, in dem er Worte des 102, 25-28 Psalm aufnimmt.

„Deine Jahre währen für und für: Du hast vormals die Erde gegründet und die Himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden vergehen, du aber bleibst. Sie werden alle veralten wie ein Gewand, sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst. Du aber bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.“

Diese zuversichtlichen Worte hat er in ein Lied umgewandelt und gleich in der ersten Strophe festgehalten, dass Gott, der die Zeit in seinen Händen hat, in Segen verwandeln kann, was hinter uns und vor uns liegt. Was wir haben, was wir sind, so fahrt Jochen Klepper fort, verdanken wir ganz allein Gott, der uns das Leben schenkt, und der auch eines Tages den Endpunkt setzt. Dies liegt ganz allein in seinen Händen verborgen. Wenn wir vor ihn treten, kommen wir mit leeren Händen, und Gott füllt sie. Unsere Fehler und Versäumnisse nimmt er weg und korrigiert sie.

Das für uns Christen Wesentliche bringt Jochen Klepper in der letzten Strophe auf den Punkt. „Der du Gott doch allein der Ewige heißt und du allein den Anfang das Ziel und die Mitte weißt, in unserem so schnell dahinfliegenden Leben. Ja ich bitte dich, bleib du uns immer gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand, denn dann können wir erfahren und erleben, dass wir sicher zuversichtlich und getrost durch unser Leben gehen können.“ Nehmen wir diese wunderbaren Worte mit ins Neue Jahr und schöpfen daraus immer wieder neu die Hoffnung und Zuversicht die wir Tag für Tag brauchen.

Ja wir brauchen sie, um unser Leben und unsere Arbeit bewältigen zu können. Gott sagt sie jedem von uns heute zu.

Nehmen wir die Bitte als Gebet mit ins Neue Jahr:

„Bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand, damit wir sicher schreiten.“
In diesem Glauben und Vertrauen beten wir:

Vaterunser: Vater unser im Himmel geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser Tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg