Geistlicher Impuls, Palmsonntag

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・Evangelisches Stift Freiburg

Geistlicher Impuls, Palmsonntag

Eine andere Form des geistlichen Impuls

da es zur Zeit keine Gottesdienste geben darf, möchte ich Ihnen gerne auf diesem Weg einen geistlichen Impuls zum Palmsonntag senden, Sie alle herzlich grüßen und Ihnen vor allem Gottes Schutz und Segen wünschen.
 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler


 
Jesu Einzug in Jerusalem

11 1 Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, bei Betfage und Betanien am Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger
2 und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und alsbald wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her!
3 Und wenn jemand zu euch sagen wird: Was tut ihr da? so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her.
4 Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden's los.
5 Und einige, die da standen, sprachen zu ihnen: Was tut ihr da, dass ihr das Füllen losbindet?
6 Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte, und die ließen's zu.
7 Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.
8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten.
9 Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien:
Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!
10 Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe!

Mit dem heutigen Sonntag, Palmarum/ Palmsonntag, stehen wir am Beginn der "stillen Woche". Wir denken in besonderer Weise an den Leidensweg Jesu.
Widersprüche werden deutlich wie zwischen dem "Hosianna" beim jubelnden Empfang und dem "Kreuzige ihn" wenige Tage später.

Auch unser Leben bewegt sich zwischen Erniedrigung und Erhöhung. Mal werden wir kritisiert, beleidigt, schlecht gemacht. Mal werden wir gelobt, anerkannt, geschätzt. Jesus ging den Weg der Erniedrigung nach Jerusalem, wo ihn Leiden, Schmerzen und die Kreuzigung erwartete. Er tat dies im Gehorsam gegenüber seinem Vater. Er wusste, dass dieser Weg den Menschen zu Gute kommen würde. Gott verwandelt seine Erniedrigung in eine Erhöhung und machte das "Kreuz" zu einem Siegeszeichen.

Schön, wenn unser Leben immer wieder Momente der "Erhöhung" kennt. Aber auch sonst können wir gelassen bleiben, denn Jesus hat gezeigt, dass "Erhöhung" nicht alles ist im Leben. Auch ein Weg der Erniedrigung kann hilfreich werden für mich und andere.
Was zählt ist allein die Erhöhung, die Gott schenkt und verheißt.
Gebet

Lass uns in Liebe und im Glauben an deiner Seite
durch diese Woche gehen, Herr Jesus Christus.

Hilf uns dich in deinem Leiden zu begleiten und
lass uns Anteil haben an deiner Auferstehung.
Amen.

Lied 9

1. Nun jauchzet, all ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit, zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht.
2. Er kommt zu uns geritten auf einem Eseleien und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut, er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen tut.
In diesem Glauben und Vertrauen beten wir:

Vaterunser: Vater unser im Himmel geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser Tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg