Geistlicher Impuls Rogate

Vater Unser

Vater Unser

Pfarrstelle Evangelisches Stift Freiburg ・Evangelisches Stift Freiburg

Geistlicher Impuls Rogate

Eine andere Form des geistlichen Impuls

da es zur Zeit keine Gottesdienste geben darf, möchte ich Ihnen gerne auf diesem Weg einen geistlichen Impuls Rogate senden, Sie alle herzlich grüßen und Ihnen vor allem Gottes Schutz und Segen wünschen.
 

Ihre Stiftspfarrerin

Ulrike Oehler


 
Johannes 16, 23 - 33

(23) Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben.
(24) Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen sei.
(25) Dies habe ich in Bildreden zu euch geredet; es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildreden zu euch sprechen, sondern euch offen von dem Vater verkündigen werde.
(26) An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde;
(27) denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin.
(28) Ich bin von dem Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.
(29) Seine Jünger sprechen zu ihm: Siehe, jetzt redest du offen und gebrauchst keine Bildrede;
(30) jetzt wissen wir, dass du alles weißt und nicht nötig hast, dass dich jemand frage; hierdurch glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.
(31) Jesus antwortete ihnen: Glaubt ihr jetzt?
(32) Siehe, es kommt die Stunde und ist gekommen, dass ihr euch zerstreuen werdet, ein jeder in seine Heimat und mich allein lassen werdet; doch ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.
(33) Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.
Sehr eindringlich, offen und klar spricht Jesus hier zu seinen Jüngern. Er verschweigt Ihnen nicht, dass er diese Welt verlassen wird und wieder zum Vater zurückkehrt und sie dann auf sich selbst gestellt sind. Aber er gibt ihnen das trostreiche und hoffnungsvolle Wort. Was in seinem Namen von Gott erbeten wird, wird er ihnen geben. Von vollkommener Freude ist die Rede, und dass sie für Gott wichtig sind, und er sie liebt.

Für mich, für die Jünger und für uns ist der letzte Satz der wichtigste, seiner Rede: „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.

Es ist ein sehr tiefgehendes und eindringliches Wort, das man sich leicht merken kann, so wie den 23. Psalm: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln!". Wie manch andere Bibelworte bewirkt es etwas und trifft uns, wenn wir es lesen, vorlesen oder hören. Solche Worte können schwierige Situation verändern, weil diese wunderbare Zusage uns Mut machen und neue Kraft schenken kann. Dieses Wort kann uns einen neuen Blickwinkel schenken und ist wie ein Lichtstrahl, der das Dunkel erhellt.
Halten wir das fest in unserem Herzen! Diese Welt darf uns nicht erschrecken. Jesus hat am Kreuz alles Böse, Belastende, Bedrückende und Ängstigende dieser Zeit überwunden. Das Kreuz ist das Siegeszeichen über dieser Welt. Welch eine Entlastung für unser Leben.

"In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden."

Lied 346
1. Such, wer da will, ein ander Ziel, die Seligkeit zu finden; mein Herz allein bedacht soll sein, auf Christus sich zu gründen. Sein Wort sind wahr, sein Werk sind klar, sein heilger Mund hat Kraft und Grund, all Feind zu überwinden.

5. Wend von mir nicht dein Angesicht, lass mich im Kreuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen. Hilf mir zur Freud nach diesem Leid; hilf, dass ich mag nach dieser Klag dort ewig dir Lob sagen.
In diesem Glauben und Vertrauen beten wir:

Vaterunser: Vater unser im Himmel geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser Tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Carsten Jacknau

Vorstand des Evangelischen Stift Freiburg