Vernissage “Begegnungen der Generationen und Kulturen”

Foto von Reinhardt Jacoby, das eine Begegnung zwischen den Generationen zeigt.

Foto von Reinhardt Jacoby

Vernissage im Haus Schloßberg

Begegnungen der Generationen und Kulturen

		
		
In der Fotoausstellung zeigt Reinhardt Jacoby erstaunliche bis skurrile Schnappschüsse aus aller Welt, während Alexandra Heneka Momente der Begegung im Stift wiedergibt.
Prof. Dr. Wolfgang Heiß, Vorstandsmitglied des Freundeskreis, moderierte die Vernissage und gab eine kurze Einführung in die Bedeutung der Fotografie.
Die Fotografin Alexandra Heneka, die mit ihren Fotografien einen Einblick in die Begegnungsmomente im Stift gab, bedankte sich vor allem bei den abgebildeten Bewohnerinnen und Bewohnern, deren bewegende Biographien sie in begleitenden Gesprächen erfahren durfte.
Der Fotograf Reinhardt Jacoby, der mit seinen Werken Momente der Begegnung aus aller Welt festgehalten hatte, widmete die Ausstellung seinem kürzlich im Alter von 95 Jahren verstorbenen Vater.
Die Kunsthistorikerin Nancy Frehse, die gemeinsam mit der Begegnungsstätte die Ausstellung konzipiert hatte, führte in die Werke der ausgestellten Fotografen ein.
Begleitet wurde die Vernissage von Studentinnen der Musikhochschule Freiburg. Darunter war auch Elisa Brunnenkant (links), Bewohnerin des intergenerativen Haus Gottestreue.
Christiane Mihm, Leiterin der Begegnungsstätte, war gemeinsam mit ihrer Kollegin Stefanie Fischer verantwortlich für die Organisation der Fotoausstellung.
Gabriele Daniel-Schnitzler, Vorstandsmitglied des Freundeskreises des Evangelischen Stift Freiburg, stellte die Arbeit des Freundeskreises vor, ohne dessen Förderaktivitäten viele Projekte im Stift nicht bezahlbar wären.
Besonderer Dank ging an einen der Techniker des Evangelischen Stift Freiburg, Klaus Perin, ohne dessen tatkräftiger Unterstützung die Fotoausstellung nicht zu Stande gekommen wäre.
Zum Abschluss der Vernissage spielten die Musikstudentin Elisa Brunnenkant mit ihren Kommilitoninnen weitere Stücke aus Klassik und Moderne.
"Kaffee und Kunst" ging in die zweite Runde. Der Freundeskreis des Evangelischen Stift Freiburg lud erneut zu einer Vernissage im Haus Schloßberg ein. Zwei Fotografen stellen ihre Werke zum Thema "Begegnungen der Generationen und Kulturen" aus: Reinhardt Jacoby zeigt erstaunliche bis skurrile Schnappschüsse aus aller Welt und Alexandra Heneka gewährt Einblicke in den Stiftsalltag.

Prof. Dr. Wolfang Heiß, Vorstandsmitglied des Freundeskreis, begrüßte die Gäste und führte in das Thema der Ausstellung ein. Für das Stift bedeutet Begegnung, insbesondere die Teilhabe und Inklusion seiner Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern. Das Medium Fotografie ist für diese Aufgabe bestens geeignet. Wie Prof. Dr. Heiß ausführt, ist sie im Stande, Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, wieder ins Licht zu bringen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn ohne Licht keine Fotografie und damit auch keine Begegnung zwischen Betrachter und Foto.
Leben kommt durch das Licht in die Bilder.
Wir sind Lichtmenschen.

Prof. Dr. Wolfgang Heiß

Eines der Motive der Fotografin Alexandra Heneka wäre ohne die Förderung durch den Freundeskreis nicht möglich. Dank der Spenden und Mitgliederbeiträge des Freundeskreises kann sich das Haus Schloßberg den Clown, Herr Löffler, der regelmäßig die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses zum Lachen bringt, überhaupt leisten. Vorstandsmitglied des Freundeskreis Gabriele Daniel-Schnitzler stellte dieses und weitere Projekte des Freundeskreises vor, wie die Unterstützung von Freizeitaktivitäten und die Kunsttherapie für unsere Bewohner.
Die Kunsthistorikerin Nancy Frehse führte in die Werke der beiden Fotografen ein und zeichnete eine Entwicklungslinie von den Anfängen der Fotografie bis zu den im Haus Schloßberg ausgestellten Bildern. Die Technik der Fotografie wurde ständig komplexer und in der Bedienung doch einfacher. Mit den modernen Digitalkameras sind wir alle in der Lage passable Fotos zu schießen. Für ein wirklich gutes Foto kommt es aber vor allem auf die Erfahrung des Fotografen und auf das Gefühl für den richtigen Moment an.
Es braucht ein jahrelang geschultes Auge, ein Gefühl für das Motiv und eine Botschaft.

Nancy Frehse, Kunsthistorikerin

Auch die Fotografen selbst kamen zu Wort. Alexandra Heneka führte lange Gespräche mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern, bevor sie diese porträtierte. Sie war erstaunt, von der Fülle an Lebensgeschichten. Viele Bewohner haben Erfahrungen aus fast einem ganzen Jahrhundert zu berichten. Dieses überbordende Leben versuchte Alexandra Heneka in ihren Bildern einzufangen.
Ich erkannte, dass dies ein Ort der Fülle an Lebensgeschichten ist.

Alexandra Heneka, Fotografin

Reinhardt Jacoby hatte die meisten seiner Motive bei Reisen auf der ganzen Welt entdeckt. Aber auch er lobte die Begegnung sozusagen direkt vor Ort. Mit der Ausstellung und der Vernissage schafft das Stift einen Raum der Begegnung. Die Bewohnerinnen und Bewohner treffen auf Künstler, Musiker und Besucher und treten in einen Dialog miteinander.

Bestes Beispiel dafür war die musikalische Begleitung der Vernissage. Elisa Brunnenkant ist Studentin der Musikhochschule und wohnt im intergenerativen Haus Gottestreue Tür an Tür mit Seniorinnen und Senioren. Gemeinsam mit zwei Freundinnen aus der Musikhochschule spielte sie Werke aus Klassik und Moderne.

Wann und wo?

Fotoausstellung: "Begegnungen der Generationen und Kulturen"
25. März – 24. September 2017 · täglich 14.00 – 17.00 Uhr (außer mittwochs)
Haus Schloßberg
Hermannstr. 14
79098 Freiburg im Breisgau
Der Eintritt ist frei.