„Wir bauen Europa“ – unter diesem Motto stand der Besuch des ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments und jetzigen Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering, im Evangelischen Stift Freiburg. In Kurzvorträgen informierte das Stift am 14. September um 11.00 Uhr im Haus Schloßberg in der Hermannstr. 14 über seine europaweite Vernetzung sowie das Verbundprojekt „Flüchtlinge in Ausbildung“. Anschließend unterstrich Herr Dr. Pöttering in seinem Vortrag die Bedeutung und die Vorzüge eines Europas der Gemeinsamkeiten und der Zusammenarbeit.

„Wir bauen Europa“ – unter diesem Motto stand der Besuch des ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments und jetzigen Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering, im Evangelischen Stift Freiburg. In Kurzvorträgen informierte das Stift am 14. September um 11.00 Uhr im Haus Schloßberg in der Hermannstr. 14 über seine europaweite Vernetzung sowie das Verbundprojekt „Flüchtlinge in Ausbildung“. Anschließend unterstrich Herr Dr. Pöttering in seinem Vortrag die Bedeutung und die Vorzüge eines Europas der Gemeinsamkeiten und der Zusammenarbeit.

Vortrag von Dr. Hans-Gert Pöttering

"Wir bauen Europa"

		
		
Sehen Sie hier das gesamte Video zur Veranstaltung.

„Wir bauen Europa“ – so heißt das Projekt, in dem das Evangelische Stift Freiburg seine internationalen Verbindungen pflegt. Unter diesem Motto stand auch der Besuch des ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments und jetzigen Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering, im Evangelischen Stift Freiburg am 14. September 2017.
In seinem Vortrag stellte Dr. Pöttering eine der wichtigsten Säulen der Europäischen Union und Europas insgesamt in den Mittelpunkt: die Rechtsstaatlichkeit. Auf dieses Fundament müssten sich die Länder Europas und der Welt besinnen, wollten sie das friedliche Zusammenleben, das so beeindruckend lange in Mitteleuropa anhält, bewahren – insbesondere angesichts der autokratischen Tendenzen in Osteuropa und der Türkei. Um diese Vision eines friedlichen und rechtstaatlichen Europas voranzubringen, brauche es Leidenschaft, aber auch Nüchternheit, um in Konflikten wie zum Beispiel mit der Türkei den richtigen Ton zu treffen und eine positive Veränderung ohne Eskalation zu erreichen.
Diese Haltung nahm Stiftspfarrerin Ulrike Oehler in ihrem Geistlichen Impuls zu Beginn der Veranstaltung vorneweg, indem sie auf den Satz aus dem Thessalonicher-Brief des Paulus einging: "Lasst uns wachen und nüchtern sein."
Der erkenntnisreichen Rede von Dr. Pöttering gingen außerdem Vorträge von Matern von Marschall, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Freiburg, sowie von Mitarbeitenden des Ev. Stifts Freiburg voran, die im Kontext Europas standen. Kathrin Vogt, Pflegedienstleiterin und Europa-Beauftragte des Stifts, fasste die Austauschprogramme nach Rumänien und in die Schweiz zusammen, während Christiane Mihm, Leiterin der Begegnungsstätte, aus dem Verbundprojekt "Flüchtlinge in Ausbildung" berichtete.

Weitere bedeutende Gäste an diesem Tag waren Dr. Karl von Wogau, ehem. Abgeordneter im Europäischen Parlament, und Gundolf Fleischer, langjähriger Staatssekretär in verschiedenen Ministerien. Beide waren wichtige Wegbegleiter von Herrn Dr. Pöttering. Außerdem waren Peter Kleefass, Kreisvorsitzender der CDU Freiburg, sowie Dr. Klaus Schüle, Stadtrat Freiburg, anwesend.

Das gesamte Video zur Veranstaltung können Sie weiter oben anschauen.

Ein multikulturelles Team:

Der Veranstaltungsort steht symbolhaft für die generationenübergreifende Aufgabe von Jung und Alt, Europa voranzubringen und angesichts unserer demographischen Entwicklung Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, beteiligt sich das Evangelische Stift an dem Projekt „Flüchtlinge in Ausbildung“ und bildet ab Oktober 2017 allein im Haus Schloßberg drei Flüchtlinge in der Altenpflege aus. Außerdem steht das Stift in einem intensiven Austausch mit diakonischen Partnern im Ausland wie der Schweiz und Rumänien und festigt mit regelmäßigen gegenseitigen Hospitationen seine europaweite Vernetzung. Dabei ist das Evangelische Stift Freiburg selbst schon ein multikulturelles Unternehmen. Im Stift arbeiten Mitarbeitende aus über 40 unterschiedlichen Herkunftsländern. Damit verkörpert es zusätzlich ein fundamentales Grundrecht der EU, die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Das hat viele Vorteile für Mitarbeitende und Pflegebedürftige zugleich.