Wir müssen Reden – Videokonferenz mit Landtagsabgeordneten

Videokonferenz MDL

Videokonferenz MDL

Videokonferenz • Evangelisches Stift Freiburg

Wir müssen Reden – „Wer soll denn eigentlich noch die Bewohner*innen pflegen?“

Eine kleine Expertenrunde des Evangelischen Stifts Freiburg, bestehend aus Vorstand Carsten Jacknau, kaufm. Direktor Daniel Schies sowie Verbund- und Heimleiter Thomas Schellinger-Pusler sprach am 11. Februar in einer Videokonferenz mit den Landtagsabgeordneten Petra Krebs (Bündnis 90/Die Grünen), Gabi Rolland (SPD) und Sabine Hartmann-Müller (CDU) Klartext. Besonders die steigende Belastung der Pflege und die Delegation der Pandemie waren Grundlage für die Diskussionsrunde.
Themen des Gesprächs waren die Kurzfristigkeit der Beschlüsse, die fehlende Aufklärung der Öffentlichkeit, die Impfstrategie und die zusätzlich entstehenden Aufgaben in der Corona Pandemie.

Das Evangelische Stift Freiburg machte deutlich, dass die Kurzfristigkeit, mit der neue Verordnungen beschlossen werden, die Einrichtungen unter Zugzwang setzt. Die von der Politik gewünschte schnelle Umsetzung dieser Beschlüsse ist eine zusätzliche Belastung der ohnehin schon am Limit arbeitenden Mitarbeiter. Zudem ist es wichtig, die Öffentlichkeit durch mehr Ehrlichkeit und Transparenz aufzuklären, um mehr Verständnis in der Bevölkerung zu schaffen. Einrichtungen werden in der Öffentlichkeit als Hotspots gesehen und erhalten dadurch ein schlechtes Image.

Im Hinblick auf die Impfstrategie wünscht sich das Evangelische Stift mehr Transparenz und Verständnis seitens der Politik. Durch die ständigen Änderungen der Handlungspläne entsteht zusätzliche Arbeit, die vermieden werden kann. Hier wurden besonders die mehrfach wechselnden Impfbestimmungen für Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen im Betreuten Wohnen diskutiert. Vorstand Carsten Jacknau schätzt die Unterstützung aller Freiwilligen und der Bundeswehr. Merkte jedoch auch an, dass den Einrichtungen durch die Pandemie mit zusätzlichen Aufgaben belastet werden, was Zeit und Ressourcen kostet. Besonders die Testung von Externen und Besuchern sollte nicht in den Aufgabenbereich der Heime fallen. Abschließend wurde der Wunsch geäußert, mehr für den Beruf der Pflege zu werben. Da dieser, vor allem durch die Pandemie, an Attraktivität verloren hat.

Das Evangelische Stift Freiburg dankt den Landtagsabgeordneten für das produktive Gespräch und ihre Zeit.